Here Comes The Rain

Mir ist kalt. Es ist nass. Um 20 Uhr ist es dunkel. Soll’s das schon gewesen sein, lieber Sommer 2010? Gerade hatte ich mich an luftige Kleidung, einwöchige Hitzewellen und lange Nächte im Freien gewöhnt. Wir haben viel zu wenig Zeit miteinander verbracht. Irgendetwas muss da noch kommen. Ein Altweibersommer vielleicht? Ein goldener Oktober? Ich gebe die Hoffnung für 2010 noch nicht auf und verkrieche mich geduldig in meiner (Bett-)Höhle, bis warme Sonnenstrahlen mich wieder hervorlocken.

Zum Glück habe ich noch guten Lesestoff in meiner Vorratskammer, den ich auch allen anderen Witterungsgeplagten ans Herz legen möchte:Es gibt Schlimmeres (Wichtigeres) als das schlechte Wetter, Finanz- und Weltwirtschaftskrisen zum Beispiel. Die sind interessanterweise vorherseh- und steuerbarer als gemeinhin angenommen (und als das Wetter sowieso). Der Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini und der Journalist Stephen Mihm gehen in „Das Ende der Weltwirtschaft und Ihre Zukunft : Crisis Economics“ dieser These nach. Roubini ist einer der wenigen Experten, die (vor der Krise) vor der Krise warnten. In Crisis Economics versuchen die Autoren  die vergangene Krise zu erklären und machen Vorschläge zur Vermeidung (vielmehr Eindämmung) künftiger Krisen. Roubini und Mihm entwickeln mit ihrer „kontrollierten Zerstörung“ kein neues wirtschaftliches Paradigma, es ensteht eher eine Mischung bereits vorhandener Ansätze. Ganz nehbenbei erhält der Leser dabei Einblick in die Wirtschaftstheorien verschiedener Epochen. Lesenswert, besonders wenn man gerne mitredet.Gerade begonnen habe ich mit „Eating Animals“ von Jonathan Safran Foer, von dem ich (tatsächlich!) bisher noch nicht(einmal „Alles ist erleuchtet„)s gelesen habe. Dem Thema konnte ich mich als langjährige (kaum missionierende) Vegetariererin nicht entziehen. Zum Kauf angeregt hat mich außerdem dieser Artikel in der taz, den ich hier als Besprechung voranstelle, ich bin wie gesagt noch am Anfang des Buches. Wer es lieber auf Deutsch lesen möchte, kann sich natürlich auch „Tiere essen“ zulegen. Ich lese die Originalausgabe, da mir Foers Schreibe, wie gesagt, bisher unbekannt ist. Die ersten paar Seiten sind vielversprechend.

Und weil man nicht immer im Bau bleiben kann, möchte ich den Hamburgern als Ausflugsziel das Bistro überm Golden Pudel Club empfehlen. Es gibt leckeren Kuchen und erfrischende warme Getränke und der unbezahlbare Panoramablick auf den Hafen bietet eine wunderbare Kulisse (nicht nur) für die oben empfohlene Lektüre.

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Eingeordnet unter Hamburg, Leben, Lesen, Unterhaltung, Zeitverschwendung

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