You will not be able to stay home, brother. You will not be able to plug in, turn on and cop out!

Gil Scott-Heron kommt nach Hamburg!

Am kommenden Freitag, den 14.05.2010, findet in der Fabrik in Altona ein Pflichttermin für Musikliebhaber statt: Der große Gil Scott-Heron gibt sich und uns die Ehre eines Konzertes in Hamburg anlässlich seines im Februar 2010 erschienenen dreizehnten Studio-Albums „I’m New Here“.

Ich werde nie vergessen, wie ich in einem Plattenladen in Frankfurt zum ersten Mal Scott-Herons Album „The Revolution Will Not Be Televised“ hörte. Nach den ersten Klängen war ich bereits gefesselt und nicht nur musikalisch sondern auch textlich hat es mich tief beeindruckt. Die Texte und die Musik sind zeitlos. Seine lyrische Ausdruckskraft übertrifft das „normale“ Songwriter-Niveau. Man hört, dass Gil Scott-Heron Gedichte schrieb, noch bevor er zur Musik kam. Es ist ein Album, das ich nicht nur durchhören kann, sondern sogar muss. Ich habe die Platte damals sofort gekauft, für lächerliche DM 15,-. Das war mein erster Kontakt mir seiner Musik. Heute gehören neben diesem Album auch die Stücke „We Almost Lost Detroit“ und „The Bottle“ zu meinen persönlichen Top 20.

In den letzten Jahrzehnten war es musikalisch ruhig um den großen Spoken-Word-Artisten geworden. Die einzigen sporadischen Nachrichten waren Berichte über Verhaftungen wegen Drogenbesitzes, darauffolgende Gefängnisaufenthalte und Konzerte eines vom Drogenkonsum gezeichneten alten Mannes. Trotzdem galt und gilt Scott-Heron immer noch als „Großvater des Rap“. Anfang Januar sah ich dann zum ersten Mal das Video zu „Me And The Devil“, das mich sofort in seinen Bann zog. Die Bedeutung, die ihm auch in der heutigen Hip Hop-Kultur zukommt, wurde erst Anfang April wieder deutlich, als Produzent, Rapper und Selbstdarsteller Kanye West, bescheiden wie er ist, in seinem Blog verkündete in die Fußstapfen von Nina Simone und Gil Scott-Heron treten zu wollen. Vielleicht ließ sich West zu dieser Aussage hinreißen, da der große Meister selbst für sein neues Album einen Song von Kanye verwendet hat. Ein Sample aus „Flashing Lights“ liefert die Grundlage für die Stücke 1 & 15: „On Coming from a Broken Home (Part 1&2)“.

Unterstützt wird Gil Scott-Heron am Freitagabend unter anderem von der bezaubernden und talentierten Ladi6 aus Neuseeland. Ich habe im Vorverkauf € 27,25 für mein Ticket bezahlt, ein Preis der mir insbesondere verglichen mit € 77,25, für ein Stevie-Wonder-Ticket nicht zu hoch erscheint.
Be there or be square, for the Revolution will be no re-run – the revolution will be live!

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